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Bundes-Hackathon #wirfuerschule und ich war dabei – Erfahrungsbericht von Miriam Lerch

Bundes-Hackathon #wirfuerschule und ich war dabei – Erfahrungsbericht von Miriam Lerch

Am Montag, den 08. Juni um 10 Uhr ging es los! Mit einem Video-Stream fiel der offizielle Startschuss für den bundesweiten Hackathon #wirfuerschule unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin für digitales Dorothee Bär und BMBF. Organisiert von Der Digitale Bildung für Alle e.V. und die Lehrer*innen-Community lehrermarktplatz.de

Ganz Deutschland war aufgerufen sich zusammen mit anderen Menschen Gedanken über die Schule der Zukunft zu machen und Bildung neu zu denken. Im Fokus standen die 9 Themenfelder:

  • Verzahnung von Präsenzunterricht und Homeschooling
  • Feedback & Lernerfolg
  • Fächerübergreifende Projektideen für die hybride Schule
  • Ideen für den FREI DAY – den Lernbereich der Zukunft
  • Zukunftskompetenzen
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Schulentwicklung und Schulmanagement
  • Technische Ausstattung
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrern (m/w/d)

Montag:
Mit dem Gedanken eine Lösung zu entwickeln, die hilft das hybride Schuljahr zu meistern und Lehrkräften z.B. digitale Lehr-/Lerninhalte bereit stellt und miteinander vernetzt, bin ich am Montagnachmittag mit einem Aufruf im Slack-Workspace gestartet.

Nur kurze Zeit später sammelten sich die ersten Gleichgesinnten und ich eröffnete einen eigenen Slack-Channel für das Projekt. Für Montagabend, 19.30 Uhr wurde das erste virtuelle Meeting anberaumt, zu diesem dann auch bereits 5 TeilnehmerInnen anwesend waren. Wir lernten uns kennen und besprachen die aktuellen Sorgen und Nöte (Lehrkräfte) und die ersten Schritte für unser Projekt.

Dienstag:
Im Laufe des Dienstag postete ich meine Idee, die inzwischen zu „unserer“ geworden war, im großen Projekt-Notizblog und warb um weitere Mitmacher. Am Dienstagabend versammelten sich dann acht interessierte Menschen vor ihren Bildschirmen und brainstormten gemeinsam. In dieser Session nahmen wir zunächst die unterschiedlichen Erfahrungswerte der Lehrerinnen, Expertinnen und Eltern in unserem Team unter die Lupe und listeten die Probleme auf. Das Kernproblem aus Lehrersicht war neben den technischen Voraussetzungen und der technischen Vorbildung, dass Materialien verschiedenster Qualität auf vielen Plattformen verstreut liegen. Aktuell verfügbare Plattformen wie lehrermarktplatz.de bieten nicht die gewünschte Mischung an verschiedenen Medien-Formaten oder sind noch nicht ausgereift. So kamen wir schnell auf einen gemeinsamen Nenner, welche Möglichkeiten eine Sharing-Plattform bieten sollte, um Lehrkräften Zeit zu sparen, Teilen von Materialien untereinander aber auch mit den Schülerinnen und Schülern zu vereinfachen und einen hybriden Unterricht anbieten zu können, der hohen Qualitätsansprüchen genügt.

Mittwoch:
Auf der digitalen Pinnwand „Padlet“ trugen die Lehrkräfte im Team am Mittwoch verschiedene Medien exemplarisch anhand des Unterrichtsthemas „Steinzeit“ zusammen Dieses Padlet als Material-Sammlung mit verschiedenen Formaten zu einem Unterrichtsthema wurde Kern unserer ersten Skizze. Andere Teammitglieder sichteten den Markt an vergleichbaren Material-Angeboten und Plattformen (wie z.B. ZUM Unterrichten) und informierten sich in zwei Experten-Interviews über den Weg anderer EU-Staaten (Estland und Finnland) bei der Digitalisierung von Lehr-/Lernmaterialien.

Dank großartiger Visualisierung einer Designerin im Team konnten wir uns spätabends auf einen Namen und ein Logo einigen für unsere Plattform-Idee und die Aufgaben für den nächsten Tag erarbeiten.

Donnerstag:
Am vorletzten Tag vor der Einreichung wurde eine KI-Expertin zu Rate gezogen um die Einstiegshürde in die Plattform niedrig zu halten und eventuell einen Bot einzusetzen. Danach ging es im Team um die detaillierte Abstimmung der Funktionen und konkreten Ausgestaltung der Plattform. Hier tüftelten und diskutierten wir lange über Sinn und Zweck und Bezeichnung der einzelnen Bestandteile. Danach ging es an die die Ausarbeitung unseres Prototypen. Hierbei ließen wir alle Ideen, die wir zum Lernmittelangebot, zum Tagging / Sortieren und zur Förderung einer Sharing-Mentalität hatten, einfließen. Parallel dazu begannen wir die Vorarbeit für das Video und die Dokumentation.

Freitag:
Freitag war Abgabe-Tag und großes Finale. Bis mittags wurde mit Hilfe des Prototyen (über Adobe XD erstellt) getüftelt und gedreht. Dann galt es den Sprechertext einzusprechen und aufzunehmen und schlussendlich das Video zu produzieren, während der andere Teil des Teams eifrig und kollaborativ den Projektbeschreibungs-Text formulierte, der ebenfalls eingereicht werden musste. Pünktlich um 16 Uhr war alles fertig und abgeschickt und das Team gab sich virtuell und leicht erschöpft ein „Highfive“.

Hier geht es zur Projektseite von trubidu

Fazit:
Die Euphorie und Spirit dieser Hackathon-Woche war unglaublich und hielt bis zum Freitagabend an. Welche Gückshormone frei gesetzt werden, wenn man zusammen mit einem Team aus 7 Freiwilligen aus 6 Bundesländern unter Zeitdruck gemeinsam an einer Vision arbeitet, ist unglaublich!

Dieser Hackathon #wirfuerschule und das dabei entstandene Wir-Gefühl war einfach wunderbar zu erleben. Ich hoffe ganz fest, dass diese Welle der Begeisterung für Bildung in Deutschland noch eine Weile anhält und die vielen tollen Ideen für die Schule von morgen ankommen im Alltag oder gemeinsam an anderer Stelle weiter gedacht werden.

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